Zielorientierte psychiatrische Pflege (ORIENT) - Ergebnisse einer Pilotinterventionsstudie - Qualitative Ergebnisse

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Authors: Wolfensberger, P., Hahn, S., Richter, D., Schwarze, T. and Zuaboni, G.

Start date: 26 November 2014

Publisher: Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde

Die psychiatrische Pflege steht vor grossen Herausforderungen in den kommenden Jahren. Sie wird konfrontiert mit professionsinternen Veränderungen wie der Akademisierung sowie mit externen Erwartungen und Fragestellungen wie der Nutzerorientierung und der Bewegung hin zu Recovery. Diese Sachlage erfordert in Teilen eine Neuausrichtung der Pflege in der Psychiatrie. Ein weiteres Thema ist die relativ geringe wissenschaftliche Ausrichtung der psychiatrischen Pflege. Trotz des Anspruchs auf Evidenzbasierung sind bis anhin nur wenige Interventionsstudien im deutschsprachigen Raum durchgeführt worden.

Die Berner Fachhochschule, Angewandte Forschung und Entwicklung Pflege, hat gemeinsam mit Praxispartnern im Sanatorium Kilchberg und in der Integrierten Psychiatrie Winterthur eine Pilotstudie durchgeführt, um erste Erfahrungen in der Implementierung einer Intervention zu sammeln. Das Symposium gibt einen Überblick die Ziele, die Durchführung, die Ergebnisse sowie über die Schlussfolgerungen für Forschung und Praxis.

Einleitung zu den qualitativen Ergebnissen:

Neben den quantifizierbaren Messungen der verschiedenen Instrumente interessierten in der Studie die Erfahrungen die Patientinnen/Patienten, aber auch Pflegende gemacht hatten.

Methode

Es wurden vier leitfadengestützte Fokusgruppeninterviews durchgeführt, jeweils auf den beiden Interventions- und in den Kontrollstationen. An den Interviews nahmen 19 Patientinnen/Patienten und 16 Pflegende teil. Der Leitfaden fokussierte auf die Erfahrungen mit den verschiedenen Instrumenten, Auswirkungen auf den Alltag und Meinungen zur Studie selbst (bei den Pflegenden).

Diskussion/Ergebnisse

Insgesamt gab es nur wenige Unterschiede zwischen Kontroll- und Interventionsstationen, und das sowohl bei Patientinnen/Patienten als auch bei den Pflegenden. Im Allgemeinen wünschen die Patienten mehr aktive Ansprache durch die Pflegenden, die sie häufig mit administrativen Arbeiten beschäftigt sehen. Die Alltagsbewältigung nach dem stationären Aufenthalt kommt nach Ansicht mehrerer Patienten zu kurz. Von Seiten der Pflegenden werden zudem die Probleme geschildert, die mit der Durchführung der Studie verbunden waren.

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